Ein möglicher Standpunkt dazu

 

Je mehr man weiß, desto mehr weiß man auch, wie wenig man weiß. Dieses „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ war lange nur etwas für Philosophen – aber das Weltwissen steigt rasant und noch viel rasanter steigt der Zugang zum Weltwissen – jeder Smartphone-Besitzer hat praktisch permanent Zugang zu fast allem Wissen der Welt - und merkt drastischer denn je, wie wenig er wirklich weiß. 

 

Wem da nicht schwindelig wird - und wer sich da nicht zumindest manchmal nach klaren Verhältnissen zurücksehnt - der muss schon ziemlich robust sein.

 

Auch deshalb fangen Menschen an, auf eine Weise über die Qualität von Wissen nachzudenken, wie das bisher eher in philosophischen Seminaren passiert ist.

 

Gibt es absolute Wahrheiten, die auch außerhalb der menschlichen Betrachtung existieren? Auch bei Zusammenhängen und Erklärungen, nicht nur bei einfachen Beobachtungen?

 

Den Wahrheitsgehalt der Erdanziehung wird wohl niemand anzweifeln, aber die eine wahre Erklärung dafür kennt keiner – trotzdem werden wiederum die wenigsten anzweifeln, dass es eine gibt. 

 

Nicht jede Erklärung ist im gleichen Maße subjektiv und damit gleich „wahr“. Es gibt natürlich unterschiedliche Grade der Überprüfbarkeit, Plausibilität und Wahrscheinlichkeit und damit kann man sich sehr wohl einer Wahrheit annähern, auch bei Erklärungen von Zusammenhängen. 

 

Das versuchen ja alle Wissenschaften und Wissenschaftler wissen natürlich, dass sie immer nur vorläufiges Wissen schaffen. Dabei können sie aber durchaus auch sehr nahe Annäherungen an Erkenntnisse, die für alle Menschen zu allen Zeiten gleichermaßen gelten.

 

Auch noch der durchgeknallteste Gotteskrieger benutzt z.B. ein Handy, das nicht funktionieren würde, wenn die Schaltkreise darin bloß erfühlt und nicht errechnet worden wären.

 

Wie sehen Sie das?                                                                                                                                                home