Ein möglicher Standpunkt dazu

 

Hier noch einmal die gleiche These zum Egoismus, nur etwas anders formuliert, einfach weil die Vorstellung, die Menschen seien vom Egoismus zerfressen, ein so weit verbreiteter Irrtum zu sein scheint.

 

Natürlich handelt jeder immer zum eigenen Wohlbefinden, das aber wird bei sozial lebenden Tieren doch häufig am besten über das Wohlbefinden der Gruppe erreicht - auf jeden Fall auf Dauer nicht gegen dieses. Und Handeln, das nicht direkt dem eigenen Vorteil dient, sondern zunächst dem Wohlbefinden Anderer in der Gruppe, ist im engeren Sinne kein Egoismus. 

 

Über allem steht noch der Egoismus unserer Gene. Eine biologische Grundlage unserer Existenz ist, dass unsere Gene die Tendenz haben, sich zu erhalten. Das tun sie bei sozial lebenden Tieren häufig am besten, indem sie die Gruppe erhalten und nicht zwingend das einzelne Individuum. Auch das führt also selten zu reinem Egoismus. 

 

Es bleibt dabei: Vermutlich sieht man nur überall Egoismus, weil man ihn erwartet. Aber dass es in Wirklichkeit wohl anders ist, könnte doch Hoffnung machen. 

 

Oder?                                                                                                                                                                         home